Geschichte Falkentals

Falkental wurde im Jahr 1959 in der Schless Werft gebaut, als eines von mehreren Schwesterschiffen, die im Laufe der Jahre bei der Wasserschutzpolizei Köln in Dienst gestellt wurden. Ihr Dienstname war die WSP 3 und man kann davon ausgehen, dass sie als solche Mobby Dick live auf dem Rhein gesehen und begleitet hat.

Bezeichnet wurde sie als Rhein- Radarboot und war somit eines der größten Schiffe der Wasserschutzpolizei Köln.

Um ihrem Dienstgebiet gerecht zu werden, wurde sie als Halbgleiter mit Stahlrumpf und Aluminium Aufbauten gebaut.

Zwei MTU- Motoren sorgten dafür, dass sie auch gegen die starke Strömung des Rheins die Verfogung aufnehmen konnte...

 

Ihre Außerdienststellung erfolgte um 1990, genaueres ist leider nicht bekannt.

Der nächste Eigner soll ein Hersteller von Taucherequipment in Hamburg gewesen sein, der Falkental ihren Namen gab.

Auch einige Umrüstungen nahm er vor, so wurden die beiden MTU Motoren gegen zwei MAN V12 ausgetauscht, die Falkental nochmal einen kleinen PS- Schub lieferten. Mit ihren 2x 315kW ist sie mit Sicherheit nun eines der schnellsten ehemaligen Rheinradarboote ihrer Zeit.

 

Einige Jahre später ging Falkental abermals an einen neuen Eigner, der das Schiff gute zwanzig Jahre lang hegte und pflegte. Unter seiner Obhut lief sie unter dem Namen "Eveline" auf der Nordsee.

Nach seinem Tod vor mehr als einem Jahr, kam "Eveline" schließlich zu uns, sie bekam wieder ihren alten Namen zurück, wird auch weiterhin verhätschelt und fährt noch immer auf der Nordsee.  Es bleibt abzuwarten, ob sie ihr Weg vielleicht nochmal nach Köln führt...

 

Nachtrag zum Eintrag am 13. Juni 2017

 

Wie wir durch ein Buch über die Boote der WSP erfahren haben, wurden die beiden MAN Motoren noch von der Wasserschutzpolizei eingebaut. Als Spitzengeschwindigkeit gibt der Autor des Buches 42km/h an.