Ende der Winterpause- ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende

Nachdem sich die Gerüchte verhärtet hatten, dass das Wetter sich in absehbarer Zeit bessern wird, läuteten wir den Frühling ein und kramten die Farbtöpfe hervor.

Es war uns sogar möglich ein, zwei warme Tage einzufangen bis uns der kalte Ostwind wieder in unsere schützende Behausung zurücktrieb. 

An dieser Stelle möchte ich einmal anmerken, dass normale Steganlagen im Winter totaler Mist sind. Schöne solide Betonstege müssen in einer ungeschützten Marina einfach sein. 

Dieser Umstand führte dazu, dass wir uns entschlossen den Liegeplatz zu wechseln. 

Bei Ost 8bft war es absolut nicht mehr möglich unser Boot zu erreichen, da sich die Stege zu stark bewegten.

Ich überlegte kurz ob ich mich auf allen Vieren vorwagen sollte, aber verwarf den Gedanken wieder, denn ich hatte einen sehr ängstlich zitternden Hund im Arm. Hinzu kam das Eis, dass sich durch den Ostwind auf den Stegen ansammelte. 

Ich beneidete meinen Hund, der seine Krallen wenigstens in den Steg rammen konnte. Meine Spikes befanden sich dummerweise an Bord. 

Das Manöver wurde also abgebrochen und die Boote ihrem Schicksal überlassen. 

Während sich an ihren Achterschiffen dicke fette Eisklumpen bildeten, verfluchte ich meine Liegeplatz Vermieter, der natürlich nicht, wie abgesprochen, am Anfang des Steges für uns Platz gemacht hatte.

 

Als ich zwei Tage später wieder aufschlug, breitete sich ein Bild der Verwüstung vor mir aus. Ein Fingersteg war torsiert und lag verdreht im Wasser und ein Absperrgitter machte sich auf eine Wanderung zwischen den Schiffen in der Marina. 

Niemanden schien das zu interessieren, ich bin mir sicher, der Fingersteg liegt noch heute verdreht und verlassen im Wasser. 

Mal ehrlich, wer möchte seine geliebten Boote einem solchen Marina Betreiber aussetzen?